Aktuelle Publikationen

  • Sofia Bempeza, Christoph Brunner, Katharina Hausladen, Ines Kleesattel, Ruth Sonderegger: Polyphone Ästhetik. Eine kritische Situierung (2020)
    Eine polyphone Ästhetik erwächst aus der Dringlichkeit und der Freude, mit verschiedenen Stimmen zu arbeiten und durch heterogene Positionen zu denken, ohne die Differenzen, die der Polyphonie immanent sind, zu neutralisieren. In diesem Sinne möchte das vorliegende Buch den selbstgerechten Autoritätsanspruch der westlichen Ästhetik unterwandern und produktiv verunsichern. Zugleich folgt es dem Begehren nach kollektiven Formen des sinnesbezogenen Denkens und Arbeitens.
    Seine Beiträge befassen sich mit so unterschiedlichen ästhetischen Dimensionen wie den (post-)kolonialen Implikationen der documenta 14 in Athen, dem Rassismus von Kants Ästhetik, kultureller Aneignung in der Popmusik, Dirty Aesthetics oder dekolonialer Affektivität, wobei auch ko-autor*innenschaftliche und kollektiv gegendisziplinäre Formen des Theoretisierens erprobt werden. Seine besondere Relevanz erweist der Band nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer zunehmend gewaltvollen Aneignung ästhetischer Praktiken und Theorien durch die (Neue) Rechte, der es klar entgegenzutreten gilt. In diesem Sinne impliziert Polyphonie ein politisches Sprechen, das seine Stärke darin findet, sich in seiner Positionierung angreifbar zu machen sowie in seiner ästhetischen Offenheit unabgeschlossen zu bleiben.
    transversal texts, Dezember 2019 
    ISBN 978-3-903046-24-5 
    178 Seiten, broschiert, 12,— €
    <https://transversal.at/books/polyphone-aesthetik>

  • Christian Wille, Birte Nienaber (Hrsg.) (2020): Border Experiences in Europe. Everyday Life – Working Life – Communication – Languages (Border Studies. Cultures, Spaces, Orders, Vol. 1). Baden-Baden, Nomos. Open Access <https://doi.org/10.5771/9783845295671>
    Zusammenfassung: Seit einem Jahrzehnt stehen Grenzen in Europa wieder auf der politischen Agenda. Die Grenzforschung hat darauf reagiert und schlägt neue Wege ein, um Grenzen zu denken und zu untersuchen. Das Buch folgt dieser Entwicklung und macht eine Perspektive stark, die sich für Lebenswirklichkeiten interessiert und die alltagskulturelle Erfahrung der Grenze in den Blick rückt. Die Autor_innen rekonstruieren solche Erfahrungen im Kontext verschiedener Migrations- und Mobilitätsformen sowie Sprachkontaktsituationen und sind sensibel für die Gestaltungsspielräume der Akteure. Auf diese Weise werden alltagskulturelle Gebrauchs- bzw. Aneignungsstrategien von Grenzen als höchst unterschiedliche Erfahrungen der Grenze empirisch herausgearbeitet. Die Leser des Bands bekommen Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Grenzforschung und in Lebenswirklichkeiten in Europa, in denen Grenzen relevant (gemacht) werden. Mit Beiträgen von Christian Wille, Birte Nienaber, Carsten Yndigegn, Isabelle Pigeron-Piroth, Rachid Belkacem, Ursula Roos, Elisabeth Boesen, Ariela House, Ignacy Jóźwiak, Corinne Martin, Erika Kalocsányiová, Xosé-Afonso Álvarez, Konstanze Jungbluth, Florian Dost, Nicole Richter, Dominik Gerst
    Abstract: For a decade now, borders in Europe have been back on the political agenda. Border research has responded and is breaking new ground in thinking about and exploring borders. This book follows this development and strengthens a perspective that is interested in life realities and that focuses on everyday cultural experiences of borders. The authors reconstruct such experiences in the context of different forms of migration and mobility as well as language contact situations and are sensitive to the freedom of the participants. In this way, they empirically identify everyday cultural usage or appropriation strategies of borders as vastly different experiences of borders. The readers of this volume will gain insights into current developments in border research and liefe realities in Europe where borders are (made) relevant. With contributions by Christian Wille, Birte Nienaber, Carsten Yndigegn, Isabelle Pigeron-Piroth, Rachid Belkacem, Ursula Roos, Elisabeth Boesen, Ariela House, Ignacy Jóźwiak, Corinne Martin, Erika Kalocsányiová, Xosé-Afonso Álvarez, Konstanze Jungbluth, Florian Dost, Nicole Richter, Dominik Gerst

  • Gerne möchten wir Sie auf die aktuell erschienene Veröffentlichung „Kulturindikatoren | kompakt 2019“ aufmerksam machen. In der Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sind ausgewählte Kennzahlen aus dem Projekt „Bundesweite Kulturstatistik“ in kompakter Form zusammengefasst. Das Projekt wurde in Auftrag gegeben von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie von der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Kennzahlen geben Auskunft über Kulturausgaben, über ausgewählte kulturelle Angebote und die Kulturnutzung sowie über die kulturelle Ausbildung und den Kulturarbeitsmarkt im Ländervergleich. Die digitale Version der Publikation können Sie unter https://www.statistikportal.de/de/bildung-und-kultur kostenfrei herunterladen.

  • Anna Schober (Hg.) (2019): Popularisation and Populism in the Visual Arts. Routledge. Verlagsseite der Publikation, Cover
    Das Buch untersucht die bildlichen Figurationen, ästhetischen Stile und visuellen Taktiken, durch welche visuelle Kunst und populäre Kultur versuchen an „uns alle“ anzusprechen. Wissenschaftler/innen aus verschiedenen europäischen Ländern diskutieren aus interdisziplinärer Perspektive eine zentrale Figur, welche diese Praktiken ins Spiel bringen: nämlich „the everybody“. Die Beiträge fokussieren sich auf die Operationen und Genealogien der Popularisierung und Kommunikationspraktiken – welche populistische Formen annehmen können – in zeitgenössischen Demokratien. Auch adressiert werden die Ambivalenzen der Anziehungskraft, beispielsweise die Arten und Weisen in welcher visuelle Schöpfungen sowohl Verlangen als auch Hass evozieren können, zur Identifikation einladen können oder Zurückweisung produzieren können und sowohl Mimikri- als auch Konversionsprozesse auslösen können.

  • Andreas Langenohl und Anna Schober (Hg.) (2016): Metamorphosen von Kultur und Geschlecht: Genealogien, Praktiken, Imaginationen. Paderborn: Wilhelm Fink. Inhaltsverzeichnis und Bestellschein

  • Das Buch von Doris Bachmann-Medick „Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften. Reinbek: Rowohlt, 5. Aufl. 2014“ ist in einer völlig neubearbeiteten, aktualisierten und ins Englische übersetzten Ausgabe erschienen: Cultural Turns: New Orientations in the Study of Culture. Berlin/Boston: De Gruyter 2016. ISBN 978-3-11-040297-1 (29,95 Euro)