Materielle Kulturen

Kurzbeschreibung

Die Sektion »Materielle Kulturen« widmet sich der Erforschung des Gebrauchs und der sinn- und identitätsstiftenden Funktionen von Dingen sowie der Praktiken und Kontexte, in denen sie eingebun­den sind. Ein erstes Ziel der Sektionsarbeit ist es, die konkret-materielle Dimension der Dinge nicht als bloße Eigenschaft, sondern auch als Prozess zu erfassen, der Interaktion und Transformation bedeuten kann. Darauf aufbauend soll der Begriff der Materialität – als material­gebundener Charakter von Welt, aber auch als Basis unseres Zugangs zu ihr – beleuchtet und mit Fragen nach der Unterscheidung von Dingen und Objekten, ihrem ›sozialen Leben‹ sowie Aspekten von Passivität und agency in Zusammenhang gebracht werden. Die theoretische und methodische Diskussion soll in unterschiedliche sozio-historische Kontexte, die vom späten 17. Jahrhundert bis heute reichen, eingebunden werden.

Die Mitglieder stehen über eine Diskussionsliste in Kontakt. Intendiert sind der Austausch und die wechselseitige Kommentierung grundlegender Texte und Arbeitsmaterialien zur weiteren Planung der Sektionsarbeit. Die Sektion richtet sich an alle, die im Rahmen ihrer Forschung an dem interrelationalen Verhältnis von Materialität und Kultur interessiert sind.

An einer Mitarbeit interessierte Forschende sind gebeten, sich über das Formular auf der Website für den Ersten Kongress der KWG in Lüneburg anzumelden; konkrete Arbeitsformate werden am ersten Kongress entwickelt.

Kontakt:
Prof. Dr. Nicole Maruo-Schröder (Universität Koblenz-Landau), nmschroeder(at)uni-koblenz.de

Die Sektion Materielle Kulturen wird an der kommenden Jahrestagung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft in Gent einen Workshop mit dem Titel „Körperpraktiken und Materialität“ veranstalten. Dieser findet am Freitag den 17.11.2017 von 11-13 Uhr statt. Einen entsprechenden Call for Papers finden Sie hier.